-
Absolute Return Funds
Fonds, die unabhängig von der allgemeinen Markttendenz eine absolute, positive Rendite anstreben (dies im Gegensatz zu "klassischen" Anlagefonds, die das Übertreffen eines bestimmten Index anstreben).
-
Administrator
Unternehmen, das im Auftrag der Fondsgesellschaft die gesamte Administration der Anlagefonds durchführt. Dazu zählen insbesondere folgende Tätigkeiten:
- Führen der Fondsbuchhaltung
- Berechnen des Inventarwertes
- Aufbereitung von Fondspublikationen
-
Affidavit
Bestätigung einer Bank, dass sich die betreffenden Anteile bei ihr im Depot eines im Ausland ansässigen Anlegers befinden und dass die Erträge auf dessen Konto gutgeschrieben werden. Bei Vorliegen eines Affidavits können schweizerische Anlagefonds, deren Erträge zu mehr als 80% aus ausländischen Quellen stammen, Erträge an Anleger mit Wohnsitz im Ausland ohne Abzug der schweizerischen Verrechnungssteuer ausschütten.
-
Aktienfonds
Investieren ihr Vermögen hauptsächlich in Aktien und andere Beteiligungspapiere.
-
Aktiengewinn
Nur für Anlagefonds mit Vertrieb in Deutschland relevant. Im Inventarwert eines Anteils enthaltener Ertrag der Anlagefonds, die auf Dividenden sowie realisierte und nicht realisierte Wertsteigerung auf Aktienanlagen entfallen und noch nicht ausgeschüttet bzw. thesauriert wurden. Für den betrieblichen Anleger in Deutschland ist der Aktiengewinn bei einer Veräusserung von Anteilen teilweise steuerpflichtig, für den privaten Anleger hingegen steuerfrei.
-
Aktive Vermögensverwaltung
Auf Renditeprognosen und markttechnischen Analysen basierende Auswahl der Anlagen mit dem Ziel, eine über der Entwicklung des Benchmark liegende Performance zu erreichen.
-
Anlagefonds
Von Anlegern zum Zweck der gemeinschaftlichen Kapitalanlage aufgebrachte Vermögen, die von einer Fondsgesellschaft gemäss gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen verwaltet und von einer Depotbank gesondert aufbewahrt werden. Anlagefonds unterstehen in ihren Domizilländern in der Regel einer besonderen Gesetzgebung und Aufsicht. Sie können:
- offen oder geschlossen sein
- unterschiedliche Rechtsformen aufweisen
- allen oder nur bestimmten Anlegerkategorien angeboten werden
- in Geldmarktinstrumente, Wertpapiere, Immobilien oder andere Vermögenswerte investieren und unterschiedliche Anlageziele und -strategien befolgen.
-
Anlagefonds für qualifizierte Anleger
Anlagefonds, die in der Schweiz ausschliesslich qualifizierten Anlegern (i.S.Art. 10 Abs. 3 KAG) angeboten werden dürfen.
-
Anlagefondsmanager
Natürliche oder juristische Person, die im Auftrag der Fondsgesellschaft das Anlagevermögen innerhalb der Fondsreglemente nach eigenem Ermessen anlegt und verwaltet.
-
Anlagefondsvermögen
Gesamtheit aller zum Anlagefonds gehörenden, zu Marktkursen bzw. -preisen bewerteten Vermögenswerte (Bankguthaben, Obligationen, Aktien, Immobilien) abzüglich Verbindlichkeiten des Anlagefonds.
-
Anlageinstrumente
Instrumente für eine Vermögensanlage; gliedern sich im Wesentlichen in direkte Anlagen in Geldmarktanalagen, Obligationen, Aktien, Immobilien, Derivative Finanzinstrumente sowie indirekte Anlage wie insbesondere Anlagefonds.
-
Anlageklasse (Asset Class)
Bestimmtes Segment aus dem gesamten Anlageuniversum (z.B. Geldmarkt, Obligationen, Aktien, etc.); ist Hauptkriterium bei der Klassifizierung von Anlagefonds nach Art der Anlage.
-
Anlageland/-region
Land bzw. Region, in dem der Anlagefonds das Vermögen hauptsächlich investiert. Dabei kann es sich um:
- ein Einzelland
- eine Ländergruppe bzw. Region oder
- um sämtliche Länder (z.B. global investierende Aktienfonds) handeln.
-
Anlagepolitik
Gesamtheit der Massnahmen und Dispositionen bei der Vermögensanlage, um ein bestimmtes Anlageziel möglichst optimal zu erreichen. Ist bei einem Anlagefonds im Fondsreglement (Fondsvertrag) bzw. dem Anlagereglement festgelegt.
-
Anlagereglement (bzw. entsprechende Angaben im Fondsvertrag)
Umschreibt die vom Anlagefonds befolgte Anlagepolitik; die ursprüngliche Fassung und jede spätere Änderung bedürfen einer Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde im Domizilland des Anlagefonds.
-
Anlagerisiken
Mit einer Vermögensanlage verbundene Risiken, insbesondere Wertschwankungsrisiken, Verlustrisiken (z.B. infolge Zahlungsunfähigkeit eines Schuldners) sowie Liquiditätsrisiken (Anlagen können nicht jeder Zeit zu einem angemessenen Preis verkauft werden). Mit einer breiten Verteilung des Vermögens reduzieren Anlagefonds die sonst bei Anlagen bei einzelnen Schuldnern bzw. in einzelnen Obligationen oder Aktien bestehenden Risiken weitgehend.
-
Anlagestiftung (nur nach schweizerischem Recht)
Unter Aufsicht des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV) stehende Stiftungen mit dem Zweck der kollektiven Anlage und Verwaltung von Vermögen von steuerbefreiten schweizerischen Pensionskassen und anderen Vorsorgeeinrichtungen der 2. und 3. Säule. Die Vermögen werden i.d.R. getrennt nach Art der Anlage in fondsähnlichen Anlagegruppen zusammengefasst, von denen Pensionskassen bzw. Vorsorgeeinrichtungen jederzeit Ansprüche kaufen und verkaufen können. Anlagestiftungen zeichnen sich auch durch Mitwirkungsrechte der Anleger in den Organen aus und geniessen steuerliche Vorteile.
-
Anlagestil
Besondere Verhaltensweise bei der Vermögensanlage (z.B. fokussieren von Aktienanlagen auf bestimmte Unternehmen mit einer bestimmten Börsenbewertung eines Portefeuilles bzw. Indexierung).
-
Anlagestrategiefonds (engl.: Asset Allocation Fund)
Anlagefonds, die ihr Vermögen in Übereinstimmung mit ihrem Anlageziel und der Referenzwährung in traditionellen und nicht traditionellen Anlagen sowie in verschiedenen Währungen anlegen.
-
Anlagethemen
Bestimmtes Thema, auf das eine Vermögensanlage ausgerichtet wird, wie. z.B. Beschränkung der Anlagen auf Unternehmen, die eine nachhaltige und umweltbewusste Geschäftspolitik befolgen oder umweltschonende Technologien entwickeln.
-
Anlagewährung(en)
Währung(en), in der der Anlagefonds sein Vermögen hauptsächlich investiert. Dabei kann es sich um:
- eine Einzelwährung
- Währungsgruppe (z.B. Währung aller ostasiatischen Länder)
- alle Währungen (z.B. global investierende Obligationenfonds) handeln.
-
Anlageziel
Mit einer Vermögensanlage zu erreichende Ziele wie
- Rendite und Vermögenswachstum
- Sicherheit und Wertbeständigkeit des Vermögens
- Liquidität und jederzeitige rasche Verfügbarkeit über das Vermögen.
Diese drei zentralen Ziele sind nicht kompromisslos vereinbar. Die Schwerpunkte müssen unter Beachtung der persönlichen Risikofähigkeit und Risikobereitschaft des Anlegers individuell beurteilt und ein Kompromiss gefunden werden, nach dem sich nachher die Verteilung der Anlagen auf die verschiedenen Anlageklassen (Geldmarkt, Obligationen, Aktien usw.) zu richten hat.
-
Anlegerrestriktionen
Anteilsklassen die ausschliesslich bestimmten Anlegern (z.B. institutionelle Anleger, qualifizierte Anleger) angeboten werden.
-
Anlegerschutz
Gesamtheit von Bestrebungen und Massnahmen, um die Rechte der Anleger zu schützen. Instrumente des Anlegerschutzes bei Anlagefonds sind insbesondere umfassende Gesetzesregelungen, Bewilligungs- und Genehmigungspflichten für Anbieter und Produkte sowie die Schaffung von Transparenz.
-
Asset Allocation Fonds
Anlagefonds, die ihr Vermögen in Übereinstimmung mit ihrem Anlageziel und der Referenzwährung in traditionellen und nicht traditionellen Anlagen sowie in verschiedenen Währungen anlegen.
-
Aufgelaufener Ertrag
Im Inventarwert eines Anteils enthaltener Nettoertrag des Anlagefonds, der noch nicht ausgeschüttet oder thesauriert wurde. Er umfasst die vom Anlagefonds vereinnahmten und aufgelaufenen Zinsen, Dividenden sowie andere Einkünfte abzüglich aufgelaufener Kommissionen und Kosten, jedoch keine realisierten und nicht realisierten Kursgewinne auf den Anlagen.
-
Aufgelaufener EU-Zins (accrued EU Interest foreign paying agents)
Im Inventarwert eines Anteils enthaltener Ertrag der Anlagefonds, der als Zins i.S. der europäischen Richtlinie zur Zinsbesteuerung gilt.
-
Aufgelaufener EU-Zins (Swiss paying agent)
Im Inventarwert eines Anteils enthaltener Ertrag des Anlagefonds, der als Zins i.S. des Abkommens der Schweiz mit der EU über die Teilnahme am System der Zinsbesteuerung gilt.
-
Aufsichtsbehörde
Behörde im Domizilland eines Anlagefonds, die für Bewilligungen zur Aufnahme von Tätigkeiten für Anlagefonds, für die Genehmigung von einzelnen Anlagefonds sowie für die laufende Überwachung der Bewilligungsträger bzw. Anlagefonds zuständig ist. Zuständige Behörde in der Schweiz ist die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA), Bern.
-
Ausgabekonditionen
Konditionen, zu denen die Fondsgesellschaft Anteile von Anlagefonds ausgeben, wie z.B. zum Inventarwert oder unter Hinzurechnung von allfälligen Kommissionen oder anderen Zuschlägen (umschreiben nur die grundsätzlichen Regeln ohne Angabe der effektiven Höhe allfälliger Kommissionen und Zuschläge).
-
Ausgabeperiodizität
Periodizität zu denen Ausgaben von Anteilen erfolgen und das Fondsvermögen bewertet wird.
-
Ausgabepreis (nur bei Anlagefonds mit 'Dual Pricing')
Preis, zu dem die Fondsgesellschaft Anteile von Anlagefonds ausgibt.
-
Ausgabewährung
Währung, in der Ausgabe von Anteilen von Anlagefonds erfolgt.
-
Ausgabewährung bei Lancierung
Währung, zu dem die Anteile der betreffenden Klasse erstmals ausgegeben wurde.
-
Ausschüttung
Auszahlung der von Anlagefonds erwirtschafteten Erträge (z.B. aus Zinsen und Dividenden) und Kursgewinne an die Anteilsinhaber.
-
Ausschüttungspolitik
Für eine Anteilsklasse geltende Regelung bezüglich Ausschüttung oder Thesaurierung von erwirtschafteten Erträgen und Kursgewinnen.
-
Ausschüttungswährung
Währung, in der die Erträge und realisierten Kapitalgewinne ausgeschüttet werden.
-
Beirat
Dauerhaft bestehendes Gremium mit beratender Funktion; hat in der Regel wenig oder keine Entscheidungsbefugnis und Kontrollfunktion. Beiräte sind v.a. bei Fonds mit einer auf Spezialgebiete und forschungsintensive Branche fokussierten Anlagepolitik (z.B. Nachhaltigkeit bzw. Biotechnologie) anzutreffen.
-
Benchmark
Vergleichs- oder Richtwert, an dem die Performance vom Anlagefonds gemessen und beurteilt wird. Dazu dienen häufig nationale oder international Aktienindices.
-
Börsenkurs
Aktueller Kurs von Anteilen von an der Börse kotierten Anlagefonds. Auf der Swiss Fund Data Plattform ausschliesslich Kurse, welche an der SIX Swiss Exchange kotiert sind (Angaben erfolgen 15min verzögert).
-
Bruttoertrag (für schweizerische Anteilinhaber)
Betrag der an den Anleger mit Wohnsitz in der Schweiz pro Anteil ausgeschüttete Erträge (vor Abzug der schweizerischen Verrechnungssteuer).
-
Convertible Arbitrage
Anlagestrategie von Hedge Funds: Ausnützen von Preisungleichgewichten zwischen einer Wandelanleihe und der zugrunde liegenden Aktien (z. B. durch Kauf der Wandelanleihe und gleichzeitigem Verkauf der betreffenden Aktie).
-
Dachfonds
Anlagefonds, die ihr Vermögen in andere Anlagefonds (Zielfonds) investieren.
-
Datum der erstmaligen Ausgabe
Datum, zu dem die Anteile der betreffenden Anteilsklasse zum ersten Mal ausgegeben wurden.
-
Datum der Genehmigung durch die zuständige Aufsichtsbehörde
Datum der Genehmigung des Anlagefonds durch die zuständige Aufsichtsbehörde im Domizilland. Ab diesem Datum ist ein Vertrieb der betreffenden Anlagefonds zulässig.
-
Datum der Genehmigung durch FINMA
Schweizerische Anlagefonds: Datum der Genehmigung des Fondsregelementes von Anlagefonds durch die FINMA. Ab diesem Datum ist ein Vertrieb der betreffenden Anlagefonds zulässig.
Ausländische Anlagefonds: Datum der Genehmigung des Fondsreglementes oder eines entsprechenden Dokumentes der Anlagefonds durch die FINMA. Ab diesem Datum ist ein Vertrieb der betreffenden Anlagefonds in der Schweiz zulässig.
-
Depotbank
Bewahrt das Vermögen von Anlagefonds auf, wickelt die Ausgabe und Rücknahme von Anteilen ab und besorgt den Zahlungsverkehr von Anlagefonds; zudem wacht sie über die Einhaltung von Gesetzen und Reglementarien durch die Fondsgesellschaft.
-
Derivate, Derivative Finanzinstrumente
Finanzinstrumente, deren Preis von Vermögenswerten (Basiswerte) wie Obligationen, Aktien, Edelmetalle, von Referenzsätzen wie Währungen, Zinsen, Indizes oder von Kreditereignissen abgeleitet wird. Eine Preisveränderung beim Basiswert kann beim Derivat eine stärkere Veränderung in gleicher oder entgegengesetzter Richtung auslösen.
-
Directional
Anlagestrategie von Hedge Funds: Ausnützen von generellen Markttrends; meist gestützt auf fundamentale Marktanalysen.
-
Direktanlage
Anlage des Vermögens direkt in Geldmarkinstrumenten, Obligationen, Aktien usw.
-
Distressed Securities (Anlagen in...)
Anlagestrategie von Hedge Funds: Anlagen in kursmässig stark gedrückten Wertpapieren von Gesellschaften in finanziellen Schwierigkeiten im Hinblick auf Korrektur einer Unterbewertung.
-
Diversifikation
Aufteilung eines Vermögens auf verschiedene Anlageinstrumente oder innerhalb eines bestimmten Segmentes auf verschiedene Schuldner oder Gesellschaften; Ziel der Diversifikation ist es, Anlagerisiken zu minimieren.
-
Domizilland
Land, in dem die Fondsgesellschaft und Depotbank der Anlagefonds ansässig und dessen Gesetzgebung unterstellt sind. Dadurch wird auch das Domizilland der Anlagefonds definiert.
-
Domizilstelle
Gesellschaft, die ihren Sitz als Domizil für Anlagefonds zur Verfügung stellt. Ist in der Regel auch für die Administration und Buchführung zuständig.
-
Dual Pricing
System, bei dem die Ausgabe und Rücknahme von Anteilen auf der Grundlage von unterschiedlichen Inventarwerten erfolgen. Diese werden anhand der Geld- bzw. Briefkurse von Anlagefonds berechnet.
-
Duration
Bezeichnet die Zeitdauer der Kapitalbindung in einer Geldmarktanlage, Obligation oder anderen Forderungsrechten und bestimmt deren Preissensibilität gegenüber Zinsänderungen. Im Gegensatz zur Restlaufzeit berücksichtigt die Duration auch Zinszahlungen und andere Kapitalrückflüsse.
-
Effekten
Massenweise ausgegebene Wertpapiere und nicht verurkundete Rechte mit gleicher Funktion (Wertrechte), die an einer Börse oder an einem anderen geregelten, dem Publikum offenstehenden Markt gehandelt werden, sowie andere liquide Finanzanlagen.
-
Effektenfonds (schweizerische Anlagefonds)
Unter die entsprechenden Bestimmungen des schweizerischen Kollektivanlagegesetzes fallende Anlagefonds; legen das Vermögen in Effekten an, unterliegen besonderen Diversifikationsvorschriften (z.B. max. 10% des Vermögen beim gleichen Schuldner bzw. bei gleicher Gesellschaft) und können nur sehr begrenzt Kredite aufnehmen (entsprechen in allen wesentlichen Belangen der EU-Richtlinie über gemeinsame Anlagen in Wertpapieren). Vergl. Auch Übrige Anlagefonds für traditionelle bzw. alternative Anlagen
-
Effektives Datum
Datum der Marktpreise (Börsenkurse), zu denen das Vermögen des Anlagefonds bewertet wurde (in der Regel Vortag der Bewertung und Publikation des Inventarwertes).
-
Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA)
Ist für die Bewilligung und Genehmigung sowie die Aufsicht über die dem Kollektivanlagegesetz unterstellten Personen und kollektiven Kapitalanlagen zuständig.
-
Emerging Markets
Aufstrebende Volkswirtschaften in einer frühen Phase der Industrialisierung und einem sich entwickelnden Finanzmarkt.
-
Emittent
Privates Unternehmen oder öffentlich-rechtliche Körperschaft, die zur Geldbeschaffung Wertpapiere (Aktien, Obligationen) oder nicht verurkundete Wertrechte ausgibt und für die Erfüllung der damit eingegangenen Verpflichtungen haftet.
-
Emittentenrisiko
Risiko, dass der Emittent die eingegangen finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen kann. Das Emittentenrisiko entfällt bei Anlagefonds; das von den Anlegern eingebrachte Vermögen ist als Sondervermögen im Falle einer Insolvenz der Fondsleitung vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt.
-
Equity Market Neutral
Anlagestrategie von Hede Funds: Ausnützung von Bewertungsunterschieden von verschiedenen Aktien (z.B. Leerverkauf einer vermeintlich überbewerteten Aktie und gleichzeitiger Kauf einer vermeintlich unterbewerteten Aktie des gleichen Industriezweigs).
-
Erster Ausgabepreis
Inventarwert auf dessen Basis die Anteile der betreffenden Anteilsklasse erstmals ausgegeben wurden. Ist Basis für die Berechnung der Performance seit der Gründung des Anlagefonds.
-
Erstmalige Ausgabe
Erstmalige Ausgabe von Anteilen eines Anlagefonds; bei bestehenden Anlagefonds können jederzeit weitere Anteilsklassen lanciert werden.
-
EU Interest Taxation
Ist seit dem 1. Juli 2005 in Kraft und sieht vor, dass grenzüberschreitende Zinszahlungen an Privatpersonen mit Wohnsitz in einem EU-Mitgliedstaat einem automatischen Informationsaustausch oder einem Steuerrückbehalt unterliegen. Davon betroffen sind auch Zinsausschüttungen sowie bei der Veräusserung von Anteilen realisierte Zinsen bestimmter Anlagefonds. Über bilaterale Verträge ist auch die Schweiz in das System der europäischen Zinsbesteuerung eingebunden und wendet eine Zahlstellensteuer (Steuerrückbehalt) an. Sie beträgt zurzeit 20% und ab 1. Juli 2011 35% (als Alternative zum Steuerrückbehalt können Anleger eine Offenlegung von Informationen gegenüber den Steuerbehörden verlangen). Sämtliche Angaben auf den Internet-Seiten von Swiss Fund Data gelten ausschliesslich für die Schweiz. Im Ausland geltende Bestimmungen können zu abweichenden Regelungen für Anlagefonds führen.
-
European Fund Classification Forum (EFCF)
Initiative des europäischen Fondsverbandes hinsichtlich einer einheitlichen Klassifizierung von grenzüberschreitend vertriebenen Anlagefonds nach Art der Anlage.
-
EU-Steuerrückbehalt
Oberbegriff für das zwischen der Schweiz und der EU vereinbarte System der Besteuerung von Zinszahlungen an natürliche Personen mit Ansässigkeit in einem EU-Mitgliedstaat. Der Begriff umfasst sowohl den EU-Steuerrückbehalt ("Rückbehalt"), als auch die freiwillige Offenlegung ("Meldung").
-
EU Zinsbesteuerung
Ist seit dem 1. Juli 2005 in Kraft und sieht vor, dass grenzüberschreitende Zinszahlungen an Privatpersonen mit Wohnsitz in einem EU-Mitgliedstaat einem automatischen Informationsaustausch oder einem Steuerrückbehalt unterliegen. Davon betroffen sind auch Zinsausschüttungen sowie bei der Veräusserung von Anteilen realisierte Zinsen bestimmter Anlagefonds. Über bilaterale Verträge ist auch die Schweiz in das System der europäischen Zinsbesteuerung eingebunden und wendet eine Zahlstellensteuer (Steuerrückbehalt) an. Sie beträgt zurzeit 20% und ab 1. Juli 2011 35% (als Alternative zum Steuerrückbehalt können Anleger eine Offenlegung von Informationen gegenüber den Steuerbehörden verlangen). Sämtliche Angaben auf den Internet-Seiten von Swiss Fund Data gelten ausschliesslich für die Schweiz. Im Ausland geltende Bestimmungen können zu abweichenden Regelungen für Anlagefonds führen.
-
Event Driven
Anlagestrategie von Hedge Funds: Ereignisorientierte Strategie; Ausnützen von Über- oder Unterbewertungen von Wertpapieren im Vorfeld von besonderen Ereignissen wie z.B. Unternehmensumstrukturierungen.
-
Exchanged Traded Funds (ETF)
Anlagefonds, deren Anteile an einer Börse gehandelt werden, wobei sich deren Kurs in einer sehr engen Bandbreite zum fortlaufend berechneten Inventarwert entwickelt. In der Anlage des Vermögens bilden ETFs in der Regel einen Index nach.
-
Exchange Traded Structured Fund (ETSF)
Anlagefonds, deren Anteile an einer Börse gehandelt werden und die in der Regel eine begrenzte Laufzeit haben. Kombinieren bei der Anlage ihres Vermögens traditionelle Instrumente wie Obligationen oder Aktien mit derivativen Anlageinstrumenten und streben damit bis zum Ende der Laufzeit ein bestimmte Rendite-/Risikostruktur an.
-
Ex-Datum
Erster Tag an dem der Inventarwert von Anteilen ohne die vorausgegangene Ausschüttung ausgewiesen wird. Beim Kauf des entsprechenden Anteils besteht kein Anrecht mehr auf die letzte Ausschüttung. Gilt im gleichen Sinn für andere Verwaltungsaufgaben die einen Einfluss auf den Inventarwert haben (Bsp. Split).
-
Factsheet
Vom Fondsanbieter publiziertes und regelmässig aktualisiertes Dokument mit den wichtigsten Informationen zum Anlagefonds (unterliegt keiner gesetzlichen Publikationspflicht).
-
Fixed Income Arbitrage
Anlagestrategie von Hedge Funds: Ausnützen von Bewertungsungleichgewichten von Geldmarktinstrumenten und/oder Obligationen des gleichen, eines vergleichbaren oder eines anderen Schuldners.
-
Fondsanbieter
Unternehmen, das den Anlagefonds in erster Linie anbietet; meistens wird darunter die Fondsleitung, der Promotor oder ein Hauptvertriebsträger verstanden.
-
Fonds commun de Placement (FCP)
Anlagefonds auf Basis eines Kollektivanlagevertrages (Fondsvertrag), in dem sich die Fondsleitung verpflichtet, dem Anleger nach Massgabe der von ihm erworbenen Anteile an Anlagefonds zu beteiligen und diese gemäss Gesetz und Fondsreglement zu verwalten. Die Depotbank nimmt nach Massgabe der ihr durch Gesetz und Fondsreglement übertragenen Aufgaben am Fondsvertrag teil. Die Anlagefonds selber haben keine eigene Rechtspersönlichkeit.
Die Fondsleitung kann jederzeit neue Anteile zum Inventarwert ausgeben, anderseits ist der Anleger grundsätzlich berechtigt, Anteile jederzeit zum Inventarwert zurück zugeben; mit dem Kauf von Anteilen erwirbt der Anleger eine Forderung gegenüber der Fondsleitung auf Beteiligung am Vermögen und Ertrag der Anlagefonds.
-
Fondsdomizil
Land, in dem die Fondsgesellschaft und Depotbank der Anlagefonds ansässig und dessen Gesetzgebung unterstellt sind. Dadurch wird auch das Domizilland der Anlagefonds definiert.
-
Fonds für alternative (nicht traditionelle) Anlagen
Besondere Art von Anlagefonds, die ihr Vermögen in alternative Anlagen investieren und z.T. auch unterschiedliche Strategien verfolgen. Die Wertentwicklung der Anteile hängt in der Regel von anderen Einflussfaktoren als traditionelle Anlagen ab und kann stärkere Schwankungen aufweisen.
Typische alternative Anlageinstrumente:
- Rohstoffe
- Private Equities
-
Fondsgesellschaft
Unternehmen, welche die Interessen des Anlegers vertreten und dafür die Verantwortung tragen, dies sind namentlich
- die Fondsleitung der vertraglichen Anlagefonds
- die SICAV und
- die "Manager" eines Unit Trust
-
Fondsgesetzgebung
Regelt im Domizilland des Anlagefonds die Gründung, Verwaltung und den Vertreib von Anlagefonds, die Bewilligungs- und Genehmigungsverfahren für die Aufnahme von Tätigkeiten für Anlagefonds bzw. für die Anlagefonds und deren Überwachung sowie den Vertrieb von ausländischen Anlagefonds; dient in erster Linie dem Schutz der Anleger. Massgebendes Gesetz in der Schweiz ist das Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) vom 23. Juni 2006, die Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen (KKV) vom 22. November 2006 sowie die Verordnung der FINMA über die kollektiven Kapitalanlagen vom 21. Dezember 2006.
-
Fondsleitung (von Anlagefonds in vertraglicher Form)
Verwaltet den Anlagefonds gemäss den Bestimmungen des Fondsvertrags für Rechnung der Anleger selbständig und in eigenem Namen. Sie entscheidet über die Anlage des Fondsvermögens, führt die Buchhaltung des Anlagefonds. entscheidet über die Ausgabe von Anteilen und deren Bewertung und macht alle zum Anlagefonds gehörenden Rechte geltend. In der Regel delegiert die Fondsleitung Teile der ihr zukommenden Aufgaben, insbesondere die Anlage des Fondsvermögens oder gewisse administrative Tätigkeiten; sie bleibt aber für eine einwandfreie Ausführung der delegierten Aufgaben verantwortlich.
-
Fondsrating
Beurteilung des Anlagefonds durch eine unabhängige Agentur. Im Gegensatz zu einem allein auf quantitativen Daten (v.a. Performance und Volatilität) beruhenden Ranking berücksichtigt das Rating auch qualitative Kriterien (Bewertung der Anlagestrategie und der Vermögensver-waltung).
-
Fondsreglement
Umschreibt unter anderem die Rechte und Pflichten des Anlegers und der am Anlagefonds beteiligten Parteien, die Bedingungen bei der Ausgabe und Rücknahme von Anteilen sowie die Anlagepolitik des Anlagefonds. Es entspricht beim:
- Vertraglichen Anlagefonds: dem Fondsvertrag
- SICAV: den Statuten und dem Anlagereglement
-
Fondsvertrag
Umschreibt unter anderem die Rechte und Pflichten des Anlegers und der am Anlagefonds beteiligten Parteien, die Bedingungen bei der Ausgabe und Rücknahme von Anteilen sowie die Anlagepolitik des Anlagefonds. Es entspricht beim:
- Vertraglichen Anlagefonds: dem Fondsvertrag
- SICAV: den Statuten und dem Anlagereglement
-
Forward Pricing
Übliches Verfahren nach dem die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eingegangenen Aufträge zum Erwerb bzw. zur Rückgabe von Anteilen zu einem Preis abgerechnet werden, der nach dem Zeitpunkt der Auftragserteilung berechnet wird. Damit verhindert die Fondsgesellschaft Transaktionen mit den Anteilen ihrer Anlagefonds, die den Interessen der bereits in Anlagefonds investierten oder in Anlagefonds verbleibenden Anleger schaden könnten.
-
Fund of Funds
Anlagefonds, die ihr Vermögen in andere Anlagefonds (Zielfonds) investieren.
-
Gegenparteirisiko
Risiko, dass eine Gegenpartei in einem Kreditgeschäft oder als Emittentin eines strukturierten Produktes die eingegangenen finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen kann.
-
Geldmarktfonds (engl.: Money Market Funds)
Investieren ihr Vermögen hauptsächlich in Festgeldanlagen, Treuhandanlagen, Geldmarktinstrumenten (Bankers Acceptances, Certificates of Deposits, Commercial Papers, Treasury Bills) und Wertpapiere mit einer Fälligkeit von max. 12 Monaten.
-
Gesetzliche Bestimmungen
Regelt im Domizilland des Anlagefonds die Gründung, Verwaltung und den Vertreib von Anlagefonds, die Bewilligungs- und Genehmigungsverfahren für die Aufnahme von Tätigkeiten für Anlagefonds bzw. für die Anlagefonds und deren Überwachung sowie den Vertrieb von ausländischen Anlagefonds; dient in erster Linie dem Schutz der Anleger. Massgebendes Gesetz in der Schweiz ist das Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) vom 23. Juni 2006, die Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen (KKV) vom 22. November 2006 sowie die Verordnung der FINMA über die kollektiven Kapitalanlagen vom 21. Dezember 2006.
-
Gesetzliche Informationspflicht
Verpflichtung der Fondsgesellschaft, die Anleger regelmässig und umfassend über die Entwicklung des Anlagefonds zu informieren. Umfasst u.a. die Pflicht zur
- Veröffentlichung des Prospektes inkl. Fondsreglementes sowie der Jahres- und Halbjahresberichte des Anlagefonds,
- regelmässigen Publikation des Inventarwertes des Anlagefonds sowie
- Bekanntmachung wichtiger Ereignisse (u.a. Änderungen des Fondsreglements, Wechsel der Fondsleitung, Depotbank ,Vertreter).
-
Global Macro
Anlagestrategie von Hedge Fonds: Bestrebung, grundlegende, gesamtwirtschaftliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gewinnbringend auszunutzen (z.B. Spekulationen auf einen steigenden oder fallenden Wechselkurs einer Währung).
-
Halbjahresbericht
Orientiert über die Entwicklung des Anlagefonds in der jeweils ersten Hälfte eines Geschäftsjahres des Anlagefonds. Enthält u.a. eine ungeprüfte Vermögens- und Erfolgsrechnung, ein vollständiges Verzeichnis der Anlagen sowie eine Aufstellung der Käufe und Verkäufe von Anlagen (Mindestinhalt ist in der Schweiz gesetzlich festgelegt).
-
Handelsart
Art und Weise wie die Anteile der Anlagefonds gehandelt werden (Primär- bzw. Sekundärmarkt).
-
Handelswährung
Währung, in der die Anteile der Anlagefonds an der Börse gehandelt werden.
-
Hedge Funds
Besondere Art von Anlagefonds, die ihr Vermögen v.a. an Terminmärkten, in derivative Finanzinstrumente, Rohwaren usw. investieren, unterschiedliche Strategieansätze verfolgen und häufig mit einem hohen Anteil an Fremdkapital arbeiten. Wert der Anteile entwickelt sich in der Regel weitgehend unabhängig von traditionellen Anlagen wie Geldmarktinstrumente, Obligationen oder Aktien und kann stärkeren Schwankungen unterliegen.
Typische Anlagestrategien:
- Relative Value: Convertible Arbitrage, Fixed Income Arbitrage, Equity Market Neutral
- Event Driven: Merger Arbitrage, Distressed Securities
- Directional: Long/Short Equities, Global Macro, Managed Futures
- Multi Strategies
-
Historic Pricing
Eher selten anzutreffendes Verfahren, bei dem Aufträge zum Erwerb bzw. zur Rückgabe von Anteilen zum zuletzt berechneten Preis abgerechnet werden. Somit kennt der Anleger den Preis bei der Auftragserteilung.
-
Immobilienfonds (engl.: Real Estate Funds)
Investieren ihr Vermögen hauptsächlich in Wohn- und Geschäftsliegenschaften, Bauland, Gebäude im Bau und Anteile in Immobilienunternehmen. Schweizerische Immobilienfonds geben Anteile anlässlich von Kapitalerhöhungen gegen Bezugsrechte aus; Rückgaben von Anteilen an den Anlagefonds sind nur unter Einhaltung einer bestimmten Kündigungsfrist möglich. Von den meisten Immobilienfonds werden die Anteile an der Börse zu Marktkursen gehandelt.
-
Immobiliengewinn
Nur für Anlagefonds mit Vertrieb in Deutschland relevant. Im Inventarwert eines Anteils enthaltener Ertrag der Anlagefonds aus nicht deutschem Grundbesitz, den Deutschland aufgrund von Doppelbesteuerungsabkommen kein Besteuerungsrecht zusteht. Bei einer Veräusserung der Anteile durch betriebliche Anleger in Deutschland ist er steuerfrei.
-
Indexorientierte Vermögensverwaltung
Weitgehende Anlehnung der Gewichtung von Anlagen an deren Gewichtung im Benchmark.
-
Indikativer Minimalpreis
Unverbindliche Angabe zum Minimalpreis von Anteilen von Anlagefonds mit begrenzten Risiken; wird in der Regel durch besondere Anlagestrategien abgesichert, aber nicht garantiert.
-
Indikativer Preis
Unverbindliche Angabe zum Wert eines Anteiles.
-
Interim Profit
Nur für Anlagefonds mit Vertrieb in Deutschland relevant. Im Inventarwert eines Anteils enthaltener Ertrag der Anlagefonds, der auf vereinnahmte und aufgelaufene Zinsen entfällt, aber noch nicht ausgeschüttet oder thesauriert und somit beim Anleger noch nicht steuerpflichtig wurde. Bei einem Kauf von Anteilen kann der Zwischengewinn in das Privatvermögen in Deutschland als negative Einnahme steuermindernd verrechnet werden; bei einer Veräusserung der Anteile aus dem Privatvermögen in Deutschland eines Anlegers muss er als Kapitalertrag versteuert werden.
-
Inventarwert
Effektiver Wert eines Anteils; entspricht dem auf einen Anteil anfallenden Teil des Nettofondsvermögens (Gesamtfondsvermögen bewertet zu Marktpreisen abzüglich Verbindlichkeiten der Anlagefonds dividiert durch Anzahl ausstehender Anteile).
-
Investmentgesellschaft mit variablen Kapital SICAV
Anlagefonds in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft, deren ausschliesslicher Zweck die kollektive Kapitalanlage ist und deren Kapital und Anzahl ausstehender Aktien nicht im Voraus bestimmt, sondern variabel ist. Sie beteiligt die Aktionäre nach Massgabe der erworbenen Aktien am Gesellschaftsvermögen und verwaltet dieses gemäss Gesetz und Anlagereglement. Die Depotbank steht in einem vertraglichen Verhältnis zur SICAV. Die SICAV kann jederzeit neue Aktien zum Inventarwert ausgeben, anderseits ist ein Anleger grundsätzlich berechtigt, Aktien jederzeit zum Inventarwert zurückzugeben. Der Anleger ist Aktionär und hat Mitgliedschafts- und Vermögensrechte.
-
Investment Manager
Natürliche oder juristische Person, die im Auftrag der Fondsgesellschaft das Anlagevermögen innerhalb der Fondsreglemente nach eigenem Ermessen anlegt und verwaltet.
-
ISIN
Die Internationale Wertpapier-Identifikationsnummer (International Security Identification Number) ist eine zwölfstellige Buchstaben-Zahlen-Kombination zur Identifikation eines Wertpapiers sowie dessen Domiziles.
-
Jahresbericht
Orientiert über die Entwicklung des Anlagefonds während eines Geschäftsjahres des Anlagefonds. Enthält u.a. die Vermögens- und Erfolgsrechnung, ein vollständiges Verzeichnis der Anlagen sowie eine Aufstellung der Käufe und Verkäufe von Anlagen, Personen an die Aufgaben delegiert sind, Angaben über Angelegenheiten von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung sowie einen Kurzbericht der Prüfgesellschaft (Mindestinhalt ist in der Schweiz gesetzlich festgelegt).
-
Jahresschlussinventarwert
Inventarwert, der anhand der Jahresschlusskurse der von Anlagefonds gehaltenen Anlagen berechnet wird.
-
Kapitalgewinne - mit separatem Coupon an schweizerische Anteilsinhaber ausgeschüttet (gilt nur für schweizerische Anlagefonds)
Vom Anlagefonds realisierte und mit separatem Coupon ausgeschüttete Kapitalgewinne. Die Ausschüttung erfolgt ohne Abzug der Verrechnungssteuer und ist für Anteilsinhaber mit Wohnsitz in der Schweiz steuerfrei.
-
Kollektive Kapitalanlage
Oberbegriff für Vermögen, die von Anlegern zum Zweck der gemeinschaftlichen Kapitalanlage aufgebracht werden. Die weitaus wichtigste und am weitesten verbreitete Form sind Anlagefonds.
-
Konsolidierungswährung
Vom Umbrellafonds benutzte Währung zur Konsolidierung der Rechnungen aller Subfonds.
-
Kosten
Kommissionen und Kosten, die dem Anlagefonds belastet werden. Darunter fallen insbesondere
- Kommission der Fondsleitung und Depotbank,
- Weitere Aufwendungen sofern nicht in obigen Positionen enthalten (wie Kommissionen/Kosten für die Administration, Vermögensverwaltung und den Vertrieb; Kosten für die Publikationen, Berechnung des Nettoinventarwertes, die Revision; sonstige Aufwendungen).
-
Lancierung
Erstmalige Ausgabe von Anteilen eines Anlagefonds; bei bestehenden Anlagefonds können jederzeit weitere Anteilsklassen lanciert werden.
-
Länder mit Vertriebsrestriktionen
Länder, in denen Anlagefonds Vertriebsrestriktionen unterliegen.
-
Large Cap Anlagefonds
Anlagefonds, welche ihr Vermögen in Aktien von grossen und bekannten Unternehmen mit einer hohen Börsenkapitalisierung und hohen Handelsumsätzen investieren.
-
Laufzeitende
Datum, an dem die Dauer von Anlagefonds mit einer zum Voraus festgelegten Laufzeit (Laufzeitenfonds) endet. Ab diesem Datum wird das Fondsvermögen aufgelöst und der Verkaufserlös anteilsmässig an die Anteilsinhaber zurückbezahlt.
-
Long/short Equities
Anlagestrategie von Hedge Fonds: Ausnützen generellen Trends von Aktienmärkten durch Käufe bzw. Leerverkäufe von Aktien.
-
Long Term Bond Fonds
Durchschnittliche Zeitdauer der Kapitalbindung der in Anlagefondsportfolio gehaltenen Gelmarktanlagen, Obligationen und anderen Forderungsrechten; bestimmt weitgehend die Volatilität des Inventarwertes bei Zinsschwankungen (Im Gegensatz zu Restlaufzeit berücksichtigt die Duration auch Kapitalrückflüsse aus Zinszahlungen)
- Bonds Long Term
Durchschnittliche Duration mehr als X Jahre - Bonds Medium Term
Durchschnittliche Duration zwischen x und y Jahren - Bonds Short Term
Durchschnittliche Duration zwischen 1 und x Jahren
-
Managed Futures
Anlagestrategie von Hedge Fonds: Systematische Handelsstrategie, um kurzfristige Trends (z.B. Aktien-, Devisen-, oder Rohstoffmärkte) durch den Einsatz von Futures gewinnbringend auszunutzen.
-
Marktneutrale Strategie (engl.: Relative Value)
Anlagestrategie von Hedge Funds: Gezieltes Ausnützen von Preis- und Bewertungsunterschieden zwischen verbundenen Wertpapieren, wobei das generelle Marktrisiko weitgehend eliminiert ist.
-
Medium Cap Anlagefonds
Anlagefonds, welche ihr Vermögen in Aktien von mittelgrossen Unternehmen mit im Mittelfeld liegender Börsenkapitalisierung und Handelsumsätze investieren.
-
Medium Term Bond Fonds
Durchschnittliche Zeitdauer der Kapitalbindung der in Anlagefondsportfolio gehaltenen Gelmarktanlagen, Obligationen und anderen Forderungsrechten; bestimmt weitgehend die Volatilität des Inventarwertes bei Zinsschwankungen (Im Gegensatz zu Restlaufzeit berücksichtigt die Duration auch Kapitalrückflüsse aus Zinszahlungen)
- Bonds Long Term
Durchschnittliche Duration mehr als X Jahre - Bonds Medium Term
Durchschnittliche Duration zwischen x und y Jahren - Bonds Short Term
Durchschnittliche Duration zwischen 1 und x Jahren
-
Merger Arbitrage
Anlagestrategie von Hedge Fonds: Vorwegnahme von erwarteten Kursveränderungen verschiedener Wertpapiere bei Unternehmenszusammenschlüssen.
-
Minimaler Anlagebetrag bei erster Zeichnung
Mindestbetrag für einen Auftrag zum erstmaligen Erwerb von Anteilen durch einen Anleger, der noch nicht im betreffenden Anlagefonds investiert ist.
-
Minimaler Anlagebetrag bei Folgezeichnungen
Mindestbetrag für Aufträge für Zukäufe von Anteilen durch einen Anleger, der bereits im betreffenden Anlagefonds investiert ist.
-
Multi Strategie
Anlagestrategie von Hedge Funds: Kombination verschiedener Strategien aus Gründen einer Risikodiversifikation (Häufige Strategie von Funds of Hedgefunds, die ihr Vermögen auf verschiedene Zielfonds, die unterschiedliche Strategien verfolgen, verteilen).
-
Nettofondsvermögen
Gesamtheit aller zum Anlagefonds gehörenden, zu Marktkursen bzw. -preisen bewerteten Vermögenswerte (Bankguthaben, Obligationen, Aktien, Immobilien) abzüglich Verbindlichkeiten des Anlagefonds.
-
Nettoinventarwert
Effektiver Wert eines Anteils; entspricht dem auf einen Anteil anfallenden Teil des Nettofondsvermögens (Gesamtfondsvermögen bewertet zu Marktpreisen abzüglich Verbindlichkeiten der Anlagefonds dividiert durch Anzahl ausstehender Anteile).
-
Obligationenfonds
Anlagefonds, die ihr Vermögen hauptsächlich in Obligationen und ähnliche Forderungsrechte investieren.
-
Opend-ended Investment Company OEIC
In Grossbritannien verbreitete Rechtsform von Anlagefonds, entspricht weitgehend einer SICAV.
-
Passive Vermögensverwaltung
Weitestgehende Nachbildung eines Benchmarks bei der Auswahl und Gewichtung der Anlagen (Index-Fonds).
-
Performance
Kennziffer für den auf einem Anteil innerhalb einer bestimmten Periode erzielten Gesamterfolg (total return). Wird in Prozenten des Inventarwertes je Anteil zu Beginn des Betrachtungszeitraums ausgedrückt und berechnet sich wie folgt:
Anlagefonds ohne Ausschüttung im Betrachtungszeitraum:
- Veränderung des Inventarwertes je Anteil
Anlagefonds mit Ausschüttungen je Anteil im Betrachtungszeitraum:
- Veränderung des Inventarwertes je Anteil unter der Annahme, dass der Bruttobetrag der Ertrags- und/oder Kapitalgewinnausschüttungen unmittelbar und ohne Abzüge (Steuern, Kommissionen usw.) wieder in der kollektiven Kapitalanlage angelegt wird.
-
Performance Fee
Erfolgsabhängige, von der Fondsgesellschaft zusätzlich zur herkömmlichen Verwaltungskommission erhobene Kommission. Wird auf der Differenz zwischen der erzielten Performance und der Entwicklung eines Vergleichsindex oder einer Minimalrendite berechnet und nur erhoben, wenn diese Differenz zugunsten der Anleger ausfällt.
-
Portfolio
Gesamtheit oder Teil (insbesondere der Wertschriftenbestand) der Anlagen von Personen oder Organisationen (Unternehmen, Anlagefonds).
-
Portfoliobausteine
Instrumente zum gezielten Aufbau eines auf die individuellen Bedürfnisse des Anlegers abgestimmten Portefeuilles. Besonders geeignet sind Anlagefonds mit einer klaren Ausrichtung auf eine bestimmte Anlageklasse und Währung bzw. Land oder Branche.
-
Portfolioduration
Durchschnittliche Zeitdauer der Kapitalbindung der in Anlagefondsportfolio gehaltenen Gelmarktanlagen, Obligationen und anderen Forderungsrechten; bestimmt weitgehend die Volatilität des Inventarwertes bei Zinsschwankungen (Im Gegensatz zu Restlaufzeit berücksichtigt die Duration auch Kapitalrückflüsse aus Zinszahlungen)
- Bonds Long Term
Durchschnittliche Duration mehr als X Jahre - Bonds Medium Term
Durchschnittliche Duration zwischen x und y Jahren - Bonds Short Term
Durchschnittliche Duration zwischen 1 und x Jahren
-
Portfolio-Fonds
Anlagefonds, die ihr Vermögen in Übereinstimmung mit ihrem Anlageziel und der Referenzwährung in traditionellen und nicht traditionellen Anlagen sowie in verschiedenen Währungen anlegen.
-
Primärmarkt
Ausgabe bzw. Rücknahme von Anteilen durch die Fondsgesellschaft auf der Basis des Inventarwertes.
-
Private Equity
Risikokapitalfinanzierung für Unternehmen, die grundsätzlich nicht an einer Börse kotiert sind oder sich von Börsen zurückziehen wollen. Meist erfolgen die Investitionen in einer früheren Entwicklungsphase des Unternehmens, wenn die Erfolgschancen noch ungewiss und die Risiken entsprechend hoch sind.
-
Promotor
Unternehmen, das Anlagefonds konzipiert und in der Regel auch vertreibt, die Errichtung und Verwaltung des Anlagefonds jedoch an einen Dritten delegiert. Die Funktion als Promotor ist gesetzlich nicht geregelt und kann auch unterschiedlich definiert werden.
-
Prospekte
Der Prospekt enthält in der Regel das Fondsreglement sowie weitere für den Anleger nützliche Informationen.
-
Prüfgesellschaft
Unabhängige Gesellschaft, die die Rechnungslegung der Fondsgesellschaft und der Anlagefonds sowie die Einhaltung der gesetzlichen und reglementarischen bzw. statuarischen Bestimmungen überprüft; muss in der Regel von einer Aufsichtsbehörde anerkannt und im Domizilland des Fonds niedergelassen sein.
-
Qualifizierte Anleger (im Sinne von Art. 10, Abs. 3 KAG)
Als qualifizierter Anleger gelten namentlich:
- Beaufsichtigte Finanzintermediäre wie Banken, Effektenhändler und Fondsleitungen
- Beaufsichtigte Versicherungseinrichtungen
- öffentlich-rechtliche Körperschaften und Vorsorgeeinrichtungen mit professioneller Tresorerie/-Unternehmen mit professioneller Tresorerie
- Anleger, der mit einem beaufsichtigten Finanzintermediär oder einem unabhängigen Vermögensverwalter einen schriftlichen Vermögensverwaltungsvertrag abgeschlossen haben
- Vermögende Privatpersonen (schriftlich, bestätigtes Vorhandensein von direkten oder indirekten Finanzanlagen von mindestens CHF 2 Mio.)
-
Quellensteuerabzug
Abzug einer Quellensteuer bei Ausschüttungen von Anlagefonds; richtet sich nach den Steuergesetzen des Domizillandes des Anlagefonds (z.B. Verrechnungssteuer bei schweizerischen Anlagefonds).
-
Rechnungseinheit
Währung, in welcher der Anlagefonds die Buchhaltung führt und den Inventarwert berechnet und publiziert (nicht zu verwechseln mit Anlage- oder Referenzwährung). Der für die Ausgabe und Rücknahme von Anteilen massgebliche Inventarwert kann in andere Währungen (Pricing Currency) umgerechnet werden.
-
Rechtsform
Rechtsform unter der der Anlagefonds in seinem Domizilland genehmigt wurde.
-
Referenzwährung
Währung, in der der Anlagefonds das Resultat ausweist und in der der Anlageerfolg gemessen und beurteilt wird; ist auch die Währung, in welcher der Anleger "denkt" und seine Ausgaben bestreitet.
-
Registerführer (Transfer Agent)
Führt im Auftrag der Fondsgesellschaft das Anteilregister und wickelt die Ausgabe und Rücknahme von Anteilen ab (in der Schweiz werden diese Aufgaben durch die Depotbank wahrgenommen).
-
Relative Value
Anlagestrategie von Hedge Funds: Gezieltes Ausnützen von Preis- und Bewertungsunterschieden zwischen verbundenen Wertpapieren, wobei das generelle Marktrisiko weitgehend eliminiert ist.
-
Revisionsstelle
Unabhängige Gesellschaft, die die Rechnungslegung der Fondsgesellschaft und der Anlagefonds sowie die Einhaltung der gesetzlichen und reglementarischen bzw. statuarischen Bestimmungen überprüft; muss in der Regel von einer Aufsichtsbehörde anerkannt und im Domizilland des Fonds niedergelassen sein.
-
Risiko
Mit einer Vermögensanlage verbundene Risiken, insbesondere Wertschwankungsrisiken, Verlustrisiken (z.B. infolge Zahlungsunfähigkeit eines Schuldners) sowie Liquiditätsrisiken (Anlagen können nicht jeder Zeit zu einem angemessenen Preis verkauft werden). Mit einer breiten Verteilung des Vermögens reduzieren Anlagefonds die sonst bei Anlagen bei einzelnen Schuldnern bzw. in einzelnen Obligationen oder Aktien bestehenden Risiken weitgehend.
-
Rücknahmebedingungen
Allfällige Kommission und andere Abzüge, die bei der Rücknahme von Anlagefonds erhoben werden (gibt nur an ob vorhanden, jedoch nicht deren Höhe).
-
Rücknahmeperiodizität
Zeitliche Periodizität, zu der der Anlagefonds Anteile zurücknimmt (z.B. täglich, wöchentlich etc.).
-
Rücknahmepreis (nur bei Anlagefonds mit 'Dual Pricing')
Preis, zu dem der Anlagefonds Anteile zurücknimmt.
-
Rücknahmewährung
Währung, in der der Anlagefonds den Gegenwert der zurückgenommenen Anteile ausbezahlt.
-
Rücknahmewährung bei Lancierung
Währung, zu der die Anteile der betreffenden Klasse erstmals zurückgenommen wurden.
-
Schuldnerart
Beschreibt die Art der Schuldner von Gelmarktinstrumenten, Obligationen und anderen Forderungsrechten, in welche die Anlagefonds das Vermögen hauptsächliche investieren.
- Privatrechtliche Schuldner
- Öffentlich-rechtliche Schuldner
- Supranationale Organisationen
- Alle Arten von Schuldnern (keine Einschränkungen bezüglich Schuldnerart)
-
Schuldnerbonität
Fähigkeit eines Schuldners, die finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen; wird in der Regel in einem bestimmten, von spezialisierten Agenturen erteilten Ratings (AAA, AA, etc.) ausgedrückt.
Investment Grade (als Anlage geeignet):
- AAA
Höchste Qualität mit geringstem Risiko eines Ausfalls von Zins- und Kapitalrückzahlungen; Schuldner weist eine herausragende Finanzkraft auf - AA
Sehr hohe Qualität; Schuldner verfügt für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen ausgezeichneten Finanzkraft - A
Überdurchschnittliche Qualität; Schuldner verfügt für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen über eine angemessene Finanzkraft, ist jedoch etwas anfällig gegenüber ungünstigen Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - BBB
Durchschnittliche Qualität; Schuldner verfügt für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen über eine ausreichende Finanzkraft; ist aber stärker anfällig gegenüber ungünstigen Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
Non-Investment Grade (Spekulative Anlage )
- BB
Knapp ausreichende Qualität mit spekulativen Elementen, Schuldner ist mit erheblichen Unsicherheiten aus ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen behaftet, die seine Finanzstärke erheblich schwächen könnten. - B; CCC; CC; C
- D: Zahlungsausfall
-
Sekundärmarkt
Handel mit Anteilen zwischen einzelnen Marktteilnehmern an einer Börse bzw. einem freien Markt (Gegenteil: Primärmarkt).
-
Short Term Bond Fonds
Durchschnittliche Zeitdauer der Kapitalbindung der in Anlagefondsportfolio gehaltenen Gelmarktanlagen, Obligationen und anderen Forderungsrechten; bestimmt weitgehend die Volatilität des Inventarwertes bei Zinsschwankungen (Im Gegensatz zu Restlaufzeit berücksichtigt die Duration auch Kapitalrückflüsse aus Zinszahlungen)
- Bonds Long Term
Durchschnittliche Duration mehr als X Jahre - Bonds Medium Term
Durchschnittliche Duration zwischen x und y Jahren - Bonds Short Term
Durchschnittliche Duration zwischen 1 und x Jahren
-
SICAV
Anlagefonds in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft, deren ausschliesslicher Zweck die kollektive Kapitalanlage ist und deren Kapital und Anzahl ausstehender Aktien nicht im Voraus bestimmt, sondern variabel ist. Sie beteiligt die Aktionäre nach Massgabe der erworbenen Aktien am Gesellschaftsvermögen und verwaltet dieses gemäss Gesetz und Anlagereglement. Die Depotbank steht in einem vertraglichen Verhältnis zur SICAV. Die SICAV kann jederzeit neue Aktien zum Inventarwert ausgeben, anderseits ist ein Anleger grundsätzlich berechtigt, Aktien jederzeit zum Inventarwert zurückzugeben. Der Anleger ist Aktionär und hat Mitgliedschafts- und Vermögensrechte.
-
Single Price
Ausgaben und Rücknahmen von Anteilen erfolgen auf der Grundlage eines einheitlichen Inventarwertes (Gegenteil: Dual pricing).
-
Small Cap Anlagefonds
Anlagefonds, welche ihr Vermögen in Aktien von kleineren Unternehmen mit einer relativ niedrigen Börsenkapitalisierung und mit eher geringen Handelsumsätzen investieren.
-
Sondervermögen
Vom Vermögen der Fondsgesellschaft ausgeschiedenes Sondervermögen. Dabei handelt sich in der Regel um das von den Anlegern zur gemeinschaftlichen Anlage aufgebrachte Vermögen.
-
Split
Aufteilung eines Anteils in zwei oder mehrere neue Anteile derselben Klasse.
-
Steuern bei Anlagefonds
Grundsätzlich richten sich die beim Anlagefonds anfallenden Steuern nach den steuerlichen Bestimmungen des Domizillandes; für den Anleger gelten die Steuervorschriften seines Steuerdomizils.
Fonds schweizerischen Rechts: Ausgabe von Anteilen erfolgt ohne Belastung der eidgenössischen Stempelabgabe. Die Ausschüttung von Erträgen erfolgt unter Abzug einer rückforderbaren Verrechnungssteuer von 35% (ausgenommen sind bestimmte Fonds bei Vorliegen eines Affidavits). Ausschüttungen von Kursgewinnen erfolgen ohne Steuerabzug.
Ausländische Fonds: Die Ausgabe von Fondsanteilen wird in der Schweiz mit einem Umsatzstempel von 0.15% belastet. Die Ausschüttungen von luxemburgischen Fonds erfolgt ohne Abzug von Quellensteuern, bei anderen ausländischen Fonds richtet sie sich nach den entsprechenden Bestimmungen des Domizillandes des Anlagefonds. Siehe auch Affidavit, EU Zinsbesteuerung, EU Steuerrückbehalt.
-
Swinging Single Price
Situative Korrektur des für die Berechnung des Ausgabe- und Rücknahmepreises massgebenden Inventarwertes nach oben oder unten je nach überwiegenden Anteilausgaben oder Rücknahmen, wobei sich der Korrektur (Swing)-Faktor nach der Höhe der Kosten richtet, die dem Anlagefonds bei der Anpassung des Portefeuilles an die zu- bzw. abgeflossenen Mittel entstehen (neutralisiert die den Anlagefonds bei der Anpassung des Vermögens an Mittelzu- und -abflüsse entstehenden Kosten).
-
Telekurs-Symbol
Schweizerische Wertpapierkennummer
-
Thesaurierung
Einbehaltung (nicht Ausschüttung) und laufende Wiederanlage der erwirtschafteten Erträge (Zinsen, Dividenden) und Kursgewinne im Vermögen des Anlagefonds (Gegenteil: Ausschüttung).
-
Total Expense Ratio (TER)
Drückt die Gesamtheit aller dem Fondsvermögen innerhalb eines Rechnungsjahres belasteten Kommissionen und Kosten (Betriebsaufwand der Anlagefonds) retrospektiv in einem %-Satz des Nettovermögens aus. Nicht in der publizierten TER enthalten sind den Anlagefonds bei Kauf und Verkauf von Anlagen entstehenden Nebenkosten sowie allfällige Performance-Fees.
-
Trading Currency
Währung, in der die Anteile der Anlagefonds an der Börse gehandelt werden.
-
Trading Price
Aktueller Kurs von Anteilen von an der Börse kotierten Anlagefonds. Auf der Swiss Fund Data Plattform ausschliesslich Kurse, welche an der SIX Swiss Exchange kotiert sind (Angaben erfolgen 15min verzögert).
-
Trading Type
Art und Weise wie die Anteile der Anlagefonds gehandelt werden (Primär- bzw. Sekundärmarkt).
-
Traditionelle Anlagen
Als traditionelle Anlagen gelten Geld- und Geldmarktanlagen, sowie Obligationen und Aktien.
-
Transfer Agent
Führt im Auftrag der Fondsgesellschaft das Anteilregister und wickelt die Ausgabe und Rücknahme von Anteilen ab (in der Schweiz werden diese Aufgaben durch die Depotbank wahrgenommen).
-
Transparenz (bei Anlagefonds)
Umfassende und allgemein verständliche Darstellung und Informationen über den Anlagefonds. Gesetzliche Informationspflichten und Veröffentlichungen von Fondsanbietern (u.a. Factsheets) gewährleisten eine im Vergleich mit anderen Anlageinstrumenten sehr hohe Transparenz.
-
Übrige Anlagefonds für alternative Anlagen (schweizerische Anlagefonds)
Unter besondere Bestimmungen des schweizerischen Kollektivanlagegesetzes fallende Anlagefonds; können das Vermögen in traditionelle und nicht traditionelle und auch nur begrenzt marktgängige Anlagen investieren, in höherem Ausmass Kredite aufnehmen und auch nur eine begrenzte Risikoverteilung aufweisen. Die Anteile weisen ein nicht mit traditionellen Anlagen vergleichbares Rendite-/Risikoprofil auf und können stärkeren Wertschwankungen unterliegen. Im Prospekt ist auf die besonderen Risiken hinzuweisen.
Vergl. auch Effektenfonds und Übrige Anlagefonds für traditionelle Anlagen.
-
Übrige Fonds für traditionelle Anlagen (schweizerische Anlagefonds)
Unter besondere Bestimmungen des schweizerischen Kollektivanlagegesetzes fallende Anlagefonds; können das Vermögen in traditionelle und nicht traditionelle und auch nur begrenzt marktgängige Anlagen investieren, in geringem Ausmass Kredite aufnehmen und auch nur eine begrenzte Risikoverteilung aufweisen. Die Anteile weisen aber immer noch ein für traditionelle Anlagen typisches Rendite-/Risikoprofil auf.
Vergl. auch Effektenfonds und Übrige Anlagefonds für alternative Anlagen.
-
UCITS (Undertaking for Collective Investments in Transferable Securities)
Anlagefonds mit Domizil in einem EU-Mitgliedstaat, der den Anforderungen der EU-Richtlinie über gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW-Richtline) entspricht (weitgehend vergleichbar mit einem schweizerischen Effektenfonds).
-
Umbrella-Fonds
Übergeordnete Anlagefondstruktur unter der beliebig viele, weitgehend eigenständige Subfonds gebildet werden können. Die Subfonds verfügen über die gleiche Fondsleitungsgesellschaft und Depotbank, können aber ihr Vermögen in unterschiedliche Arten von Anlagen investieren und unterschiedliche Anlagestrategien verfolgen.
-
Unit Trust
In Grossbritannien verbreitete Rechtsform von Anlagefonds (hat weitgehende Ähnlichkeit mit einem vertraglichen Anlagefonds). Die Verwaltung erfolgt durch dessen Manager; ein Trustee (in der Regel eine Bank) bewahrt das Fondsvermögen auf und überwacht die Einhaltung von gesetzlichen und vertraglichen Bestimmungen durch den Manager.
-
Valorennummer
Schweizerische Ordnungsnummer der einzelnen Anlagefonds zur Erleichterung der Identifizierung und Verbuchung im Bankenverkehr.
-
Vermögensverwalter (Fondsmanager)
Natürliche oder juristische Person, die im Auftrag der Fondsgesellschaft das Anlagevermögen innerhalb der Fondsreglemente nach eigenem Ermessen anlegt und verwaltet.
-
Vertragliche Anlagefonds
Anlagefonds auf Basis eines Kollektivanlagevertrages (Fondsvertrag), in dem sich die Fondsleitung verpflichtet, dem Anleger nach Massgabe der von ihm erworbenen Anteile an Anlagefonds zu beteiligen und diese gemäss Gesetz und Fondsreglement zu verwalten. Die Depotbank nimmt nach Massgabe der ihr durch Gesetz und Fondsreglement übertragenen Aufgaben am Fondsvertrag teil. Die Anlagefonds selber haben keine eigene Rechtspersönlichkeit.
Die Fondsleitung kann jederzeit neue Anteile zum Inventarwert ausgeben, anderseits ist der Anleger grundsätzlich berechtigt, Anteile jederzeit zum Inventarwert zurück zugeben; mit dem Kauf von Anteilen erwirbt der Anleger eine Forderung gegenüber der Fondsleitung auf Beteiligung am Vermögen und Ertrag der Anlagefonds.
-
Vertreter in der Schweiz
Vertritt den in der Schweiz zum Vertrieb genehmigten Anlagefonds gegenüber Anlegern und Behörden.
-
Vertriebsträger
Juristische oder natürliche Personen, die gewerbsmässig Anlagefonds anbieten oder vertreiben.
-
Verwaltungshandlung
Sammelbegriff für alle Verwaltungshandlungen, die sich auf den Inventarwert der Anteile auswirken (z.B. Ausschüttungen, Splits, etc.)
-
Volatilität
Risikomass für die Schwankungsbreite eines Wertes (z.B. Kurs oder Rendite eines Wertpapiers oder Fondsanteils) innerhalb eines bestimmten Zeitraums; wird meistens als annualisierte Standardabweichung angegeben. Je höher die Volatilität, desto höher ist auch die Schwankungsbreite.
-
Wachstumsorientierter Ansatz (Growth)
Fokussierung auf eher höher bewertete Aktien, die aber überdurchschnittliche Wachstumsaussichten versprechen.
-
Wertorientierter Ansatz (Value)
Fokussierung auf Aktien, deren Börsenkurs, gemessen am effektiven, inneren Unternehmenswert, als unterbewertet erscheint.
-
Wirtschaftszweig/Anlagethema
Branche (z.B. Bank, Versicherung, etc.) bzw. Thema (z.B. Nachhaltigkeit), in der der Anlagefonds sein Vermögen hauptsächlich investiert.
- Einzelbranche oder Thema
- Alle Branchen oder Themen (keine Einschränkungen bezüglich Verteilung der Anlagen auf bestimmte Branchen oder Themen)
-
YTD Performance
Im laufenden Jahr erzielte Performance.
-
Zahlstelle der Anlagefonds (nur bei ausländischen Anlagefonds) (Paying Agent in Switzerland )
Zahlstelle für ausländische Anlagefonds in der Schweiz, bei denen der Anleger die Ausgabe und Rücknahme von Anteilen in physischer Form verlangen kann (nicht zu verwechseln mit dem Begriff "Zahlstelle" im Zusammenhang mit der EU-Zinsbesteuerung).
-
Zusammenlegung
Zusammenlegung von zwei oder mehreren Anteilen in einen neuen Anteil derselben Klasse (Gegenteil von "Split").
-
Zwischengewinn
Nur für Anlagefonds mit Vertrieb in Deutschland relevant. Im Inventarwert eines Anteils enthaltener Ertrag der Anlagefonds, der auf vereinnahmte und aufgelaufene Zinsen entfällt, aber noch nicht ausgeschüttet oder thesauriert und somit beim Anleger noch nicht steuerpflichtig wurde. Bei einem Kauf von Anteilen kann der Zwischengewinn in das Privatvermögen in Deutschland als negative Einnahme steuermindernd verrechnet werden; bei einer Veräusserung der Anteile aus dem Privatvermögen in Deutschland eines Anlegers muss er als Kapitalertrag versteuert werden.